Objektorientierte Programmierung (OOP) ist ein Programmierparadigma, bei dem Programme als Zusammenspiel von Objekten
gedacht werden — also kleinen Einheiten, die Daten (Eigenschaften/Felder) und Verhalten (Methoden) zusammenhalten;
das Ziel ist, Programme übersichtlicher, wiederverwendbar und leichter wartbar zu machen. Die vier Kernideen, die man dabei
immer wieder trifft, sind Kapselung (Daten werden geschützt und nur über definierte Methoden zugänglich gemacht), Abstraktion
(nur das Wesentliche nach außen zeigen, oft über Interfaces oder abstrakte Klassen), Vererbung (eine Klasse übernimmt
Eigenschaften/Verhalten einer anderen) und Polymorphie (ein Aufruf kann je nach Objekt unterschiedliche Implementierungen
ausführen). In Java setzt du OOP praktisch so um, dass du für jede klar abgegrenzte Aufgabe eine Klasse schreibst, Felder
private
machst und über Getter/Setter oder Methoden kontrollierten Zugriff gewährst — das nennt man Kapselung;
abstrakte Klassen und Interfaces helfen, gemeinsame Verträge zu definieren; Vererbung (extends
) und Überschreiben
von Methoden ermöglichen Wiederverwendung; und durch Polymorphie kannst du z. B. eine Variable vom Typ einer Oberklasse benutzen,
die zur Laufzeit ein konkretes Unterklassen-Objekt hält und so die passende Methode aufruft. Ein sehr kleines Java-Beispiel
dazu ist unten eingebettet:
// Basisklasse
class Tier {
void lautGeben(){ System.out.println("..."); }
}
// Subklasse
class Hund extends Tier {
@Override
void lautGeben(){ System.out.println("Wuff"); }
}
// Verwendung
public class Demo {
public static void main(String[] args){
Tier t = new Hund();
t.lautGeben(); // Ausgabe: Wuff (Polymorphie)
}
}
Alt+Insert
/ mac: ⌘N
im Generate-Menü), was das Kapseln von Feldern einfach macht. IDEs bieten außerdem sichere, projektweite Refactorings (z. B. „Extract Superclass“, „Extract Interface“, „Extract Method“ oder „Pull Members Up“), mit denen du gemeinsame Funktionalität in Superklassen auslagern kannst, ohne manuell viele Dateien zu ändern; solche Refactorings und Inspektions-/Transform-Werkzeuge sind in NetBeans und Eclipse ebenso integriert. Praktisch arbeitest du so: schreibe zuerst kleine, klare Klassen (Single Responsibility), benutze die Generierungsfunktionen der IDE, wenn du Felder kapselst, und nutze Refactorings sobald du Duplikate oder ähnliche Klassen entdeckst; mit der Type-Hierarchy-Ansicht oder „Go to Implementation“ findest du schnell, wo Vererbungen und Implementierungen liegen. Die IDEs enthalten auch Debugger (Haltepunkte, Variableninspektion) und Test-Integration (JUnit, Maven/Gradle), was wichtig ist, um Objektzustand zur Laufzeit zu verstehen und Klassen durch Tests abzusichern. Kurz: OOP ist eine Denkweise, die Java von Haus aus unterstützt; moderne Java-Editoren aus 2021 machen das Leben leichter, indem sie Boilerplate erzeugen, Refactorings sicher ausführen, Navigation/Hierarchie visualisieren und Debugging sowie Testlauf nahtlos integrieren — nutze diese Features, schreibe kleine Klassen mit klarer Verantwortung, kapsle Felder und refactore früh, um sauberen, wiederverwendbaren Code zu erhalten.